Schloss Geschichte

Notizen zur Geschichte des Hurlacher Schlosses

Das Hurlacher Schloss, das vermutlich um das Jahr 1610 von der Adelsfamilie Fugger gebaut wurde, wechselte im Lauf seiner Geschichte immer wieder den Besitzer.

Charakteristisch für das weithin sichtbare Gebäude sind die Stufengiebel und die vier achteckigen Erkertürme mit ihren kupfernen Turmhauben (»Zwiebeltürme«), die von vergoldeten Kugelknäufen bekrönt werden.

In der langen Reihe der Hurlacher Hofmarksherren ist der kurfürstliche Kammerherr Sebastian von Pemler (1718-1772) besonders interessant, weil er in seinen akribisch geführten Tagebüchern der Nachwelt einiges über die Lebensweise des Landadels in seiner Zeit überliefert hat.

In den Jahren 1898 und 1899 ließ Otto Freiherr von Schnurbein das Schloss grundlegend renovieren. Durch die Erweiterungsbauten der folgenden Jahre erhielt die Anlage ihre jetzige Gestalt: Der Zinnenturm über der Durchfahrt, die Anbauten mit ihren Jugendstil-Schmiedearbeiten und der Arkadengang setzten markante Akzente.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss zunächst zur Unterbringung von Flüchtlingen und dann als Kinderheim genutzt.

Seit 1972 wird das Schloss von dem ökumenischen Missionswerk Jugend mit einer Mission, das 1991 eine Renovierung der Fassade durchführen ließ, als Schulungszentrum genutzt.

Literaturtipp:
Landsitze Augsburger Patrizier von Christof Metzger, Ulrich Heiß, Annette Kranz, Deutscher Kunstverlag München / Berlin 2006, S. 140-145 (ISBN: 3422065741 - 1. Auflage; gebundene Ausgabe, 199 Seiten, EUR 49,90)


Weitere historische Informationen und Abbildungen: